02.04.2025

Fünf Stolperfallen bei der KI-Integration – und wie Sie diese vermeiden.

Viele KI-Projekte scheitern an fehlender Strategie, unklaren Prozessen und mangelndem Change Management. Wir zeigen, wie Sie die typischen Fehler vermeiden – und KI wirklich zum Business-Treiber machen.

Unternehmen setzen auf KI, um ihre Produktivität zu steigern, Prozesse zu optimieren und neue Geschäftspotenziale zu erschließen. Doch viele Projekte bleiben auf halbem Weg stecken. Statt echter Transformation entstehen Insellösungen, die zwar einzelne Mitarbeitende entlasten, aber keinen nachhaltigen Geschäftserfolg bringen.

Damit KI-Tools wie M365 Copilot über kurzfristige Effizienzgewinne hinaus Mehrwert schaffen, braucht es mehr als eine technische Implementierung. Entscheidend sind die strategische Verankerung, die messbare Steuerung und die gezielte Integration in bestehende Prozesse. Doch genau daran scheitern viele Unternehmen: Fehlende Strukturen, unklare Verantwortlichkeiten und kurzfristiges Denken verhindern eine nachhaltige Wertschöpfung.

Welche Fehler kosten Unternehmen hier wertvolle Ressourcen – und wie lassen sie sich vermeiden? Fünf Stolpersteine, die KI-Projekte bremsen, und ihre Lösungen im Überblick. 

Stolperstein 1: KI ohne unternehmensweite Strategie einführen

Stolperstein 1: KI ohne unternehmensweite Strategie einführen

Viele Unternehmen starten KI-Projekte ohne eine abgestimmte Gesamtstrategie. Fachabteilungen testen erste Tools, einzelne Pilotprojekte laufen parallel – doch ohne eine unternehmensweite Steuerung bleibt der KI-Einsatz fragmentiert. Die Folge: KI skaliert nicht, bringt keine messbaren Geschäftsergebnisse und bleibt ein isoliertes Experiment ohne langfristigen Mehrwert.

Business-Auswirkungen:

  • Investitionen in KI-Tools zahlen sich nicht erkennbar aus, weil sie nicht mit Kernprozessen verzahnt werden.
  • KI bleibt eine isolierte Initiative statt ein strategischer Hebel für Wachstum und Effizienz.

 

→ Wie Sie dem entgegenwirken:

  • Entwickeln Sie eine unternehmensweite KI-Roadmap, die Strategie und operative Prozesse verbindet.
  • Binden Sie IT und Fachbereiche frühzeitig mit ein, um technische und geschäftliche Anforderungen zu vereinen.
  • Definieren Sie klare, messbare Ziele für den KI-Einsatz und steuern Sie die Umsetzung systematisch. 
Stolperstein 2: KI wird eingeführt, ohne bestehende Prozesse anzupassen

Stolperstein 2: KI wird eingeführt, ohne bestehende Prozesse anzupassen

Viele Unternehmen setzen KI auf bestehende Prozesse auf, ohne diese grundlegend zu überdenken. Dadurch bleiben Automatisierungspotenziale ungenutzt, und ineffiziente Abläufe werden lediglich in einer anderem Form digitalisiert, statt optimiert. Das Ergebnis: KI bleibt ein Tool zur Prozessunterstützung, anstatt echten geschäftlichen Mehrwert zu schaffen.

Business-Auswirkungen:

  • Höhere Kosten durch ineffiziente Prozesse, die trotz KI nicht produktiver werden.
  • Verpasste Einsparpotenziale, weil manuelle Tätigkeiten bestehen bleiben.

 

→ Wie Sie dem entgegenwirken:

  • Gestalten Sie Ihre Prozesse mit Blick auf KI neu, statt nur vorhandene Abläufe zu digitalisieren.
  • Klären Sie im Vorfeld, welche Aufgaben durch KI unterstützt, verändert oder ersetzt werden können.
  • Testen und optimieren Sie KI-gestützte Workflows schrittweise, um ineffiziente Strukturen aufzubrechen. 
Stolperstein 3: Fehlendes Change-Management und unklare Verantwortlichkeiten

Stolperstein 3: Fehlendes Change-Management und unklare Verantwortlichkeiten

KI verändert Arbeitsweisen, Entscheidungsprozesse und Teamstrukturen. Ohne ein klares Change Management wird sie jedoch nicht nachhaltig in der Organisation verankert. Widerstände entstehen, wenn Beschäftigte den Nutzen nicht erkennen oder sich in ihrer Rolle bedroht fühlen. Gleichzeitig scheitern viele Unternehmen daran, klare Verantwortlichkeiten für die Einführung und Steuerung von KI zu definieren. Ohne definierte Verantwortlichkeiten verzögert sich die Umsetzung – oder bleibt in der Testphase stecken.

Business-Auswirkungen:

  • Geringe Akzeptanz in den Fachbereichen, wodurch KI-Projekte scheitern.
  • Verzögerte oder ineffiziente Implementierung, weil Verantwortlichkeiten fehlen.

 

→ Wie Sie dem entgegenwirken:

  • Kommunizieren Sie frühzeitig und klar, welchen Nutzen KI für Arbeitsprozesse hat – und wie sie Mitarbeitende für die Zukunft der Arbeit unterstützt.
  • Etablieren Sie klare Governance-Strukturen mit festen Verantwortlichkeiten für Strategie, Implementierung und Monitoring.
  • Schulen Sie Mitarbeitende und beziehen Sie diese frühzeitig in Pilotprojekte ein, um Akzeptanz und praktische Anwendung zu fördern. 
     
Stolperstein 4: Fehlende Datenstrategie und unzureichende Datenqualität

Stolperstein 4: Fehlende Datenstrategie und unzureichende Datenqualität

Viele Unternehmen setzen auf KI, ohne zuvor eine solide Datenstrategie zu entwickeln. Doch KI-Modelle sind nur so leistungsfähig wie die Daten, auf denen sie basieren. Fehlen klare Richtlinien für Datenqualität, Governance und Sicherheit, drohen ungenaue Ergebnisse, ineffiziente Prozesse und Sicherheitsrisiken. Unstrukturierte, inkonsistente oder veraltete Daten können dazu führen, dass KI-Modelle fehlerhafte Prognosen liefern oder falsche Entscheidungen unterstützen. Gleichzeitig ist der Schutz sensibler Daten essenziell, um Compliance-Vorgaben einzuhalten und das Vertrauen in KI-Anwendungen zu sichern.

Business-Auswirkungen:

  • Fehlentscheidungen und unzuverlässige Ergebnisse, weil KI auf inkonsistente oder unvollständige Daten angewiesen ist.
  • Höhere Kosten für nachträgliche Datenbereinigung, da Datenqualität oft erst bei Problemen erkannt wird.
  • Sicherheits- und Compliance-Risiken, wenn personenbezogene oder geschäftskritische Daten nicht ausreichend geschützt werden.
  • Eingeschränkte Skalierbarkeit, weil fehlende Datenstandards eine unternehmensweite Nutzung erschweren.

 

→ Wie Sie dem entgegenwirken: 

  • Datenstrategie entwickeln: Definieren Sie klare Richtlinien für die Qualität, Struktur und Nutzung von Daten in KI-Projekten.
  • Governance und Sicherheit priorisieren: Implementieren Sie Zugriffskontrollen, Verschlüsselung und Compliance-Richtlinien, um sensible Daten zu schützen.
  • Zentralisierte Datenplattform nutzen: Schaffen Sie eine skalierbare, einheitliche Datenbasis, um KI-Modelle mit verlässlichen Informationen zu versorgen.
Stolperstein 5: Erfolg wird nur an kurzfristigen Effizienzgewinnen gemessen

Stolperstein 5: Erfolg wird nur an kurzfristigen Effizienzgewinnen gemessen

Viele Unternehmen messen den Erfolg ihrer KI-Projekte ausschließlich an Zeit- und Kosteneinsparungen. Diese kurzfristigen Effekte sagen jedoch wenig darüber aus, ob KI langfristig auch zur Wertschöpfung des Unternehmens beiträgt. Ohne strategische Erfolgsmessung bleiben Potenziale ungenutzt.

Business-Auswirkungen:

  • Verpasste Chancen für neue Geschäftsmodelle durch KI-gestützte Innovationen.
  • Geringe Investitionssicherheit, wenn kein langfristiger Wert von KI nachgewiesen wird.

 

→ Wie Sie dem entgegenwirken:

  • Definieren Sie neben operativen KPIs auch strategische Erfolgsfaktoren, die über reine Effizienz hinausgehen.
  • Nutzen Sie Methoden wie OKR (Objectives & Key Results), um kurzfristige und langfristige Ziele messbar zu machen.
  • Etablieren Sie Erfolgskontrolle als kontinuierlichen Prozess, statt einmalige Bewertungen vorzunehmen. 

Fazit: KI mit Struktur und Strategie erfolgreich implementieren

KI-Implementierung endet nicht mit einem erfolgreichen Pilotprojekt. Sie erfordert eine strategische Verankerung, klare Verantwortlichkeiten und kontinuierliche Optimierung – nur so entfaltet sie langfristig ihren Business-Mehrwert. Unternehmen, die KI nicht nur als technologische Neuerung betrachten, sondern als Teil ihrer digitalen Transformation, schaffen nachhaltige Wettbewerbsvorteile

Entscheidend ist, KI systematisch in Unternehmensprozesse zu integrieren, anstatt sie auf isolierte Effizienzsteigerungen zu reduzieren. Dabei helfen ein strukturierter Ansatz, messbare Ziele und eine gezielte Steuerung.Wie gelingt es, KI nachhaltig in Geschäftsprozesse einzubinden? In unserem Blog „KI-Integration mit System: Ein Framework für nachhaltigen Erfolg“ zeigen wir Ihnen, wie Unternehmen KI strukturiert und skalierbar implementieren können.

 

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Kontakt

Sven Hausen

Associate Partner | Transformation of Work