Deutschland und der europäische Wirtschaftsraum entwickeln sich seit Jahren rasant in den Bereichen erneuerbare Energien, klimafreundlicher Transport, effizientere Gebäude und regenerative Landnutzung. Der Clean Industrial Deal der Europäischen Union (EU) und die damit einhergehenden regulatorischen Anforderungen festigen nun den Rahmen für unsere Reise hin zu Klimaneutralität.
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive), CSDDD (Corporate Sustainability Due Diligence Directive), EU-Taxonomie – tausende Unternehmen haben sich bereits auf den Weg gemacht, sich mit Nachhaltigkeit im Wirtschaften und die sich daraus ergebende neue Qualität an nicht-finanzieller Berichterstattung auseinanderzusetzen. Sie haben damit begonnen, die Datengrundlagen zu schaffen, um die notwendigen Prozesse zu etablieren. Sicherlich kein leichtes Unterfangen: Eine derart ganzheitliche Betrachtung von Geschäftsmodellen inklusive globaler Lieferketten erfordern Expertise, Zeit und nicht zuletzt finanzielle Mittel.
Der europäische Wirtschaftsraum benötigt Investition, Innovation und Wirtschaftswachstum – jedoch unter Achtung der planetaren Grenzen und in diesem Spannungsfeld einen regulatorischen Rahmen, der beidem gerecht werden kann. Der kürzlich veröffentlichte Draghi-Plan und der EU-Wettbewerbskompass legen dar, was den weltweit größten Wirtschaftsraum besonders macht, welche Stärken auszubauen sind aber auch welchen Herausforderungen wir uns stellen müssen. Entsprechend hat die Europäische Kommission (EK) ihre Entwürfe der Regulatorik für mehr Nachhaltigkeit auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: das Omnibus-Paket und der Clean Industrial Deal.
Während das Omnibus-Paket als Vorschlag zur Reduktion des administrativen Aufwands zu reduzieren gesucht, treibt der Clean Industrial Deal die Modernisierung der Industrie voran.